Clooney auf der Flucht vor Plastik-Brüsten…

Auch wenn einem Clooneys Freundin leid tut – sowohl als Mann, auch als Schönheitschirurg kann ich ihn verstehen. Es gibt kaum etwas Unerotischeres als pralle Plastikbrüste! So wird es in der Tat Zeit, daß Patientinnen – wie kürzlich im Profil zu lesen war – weltweit die Auswüchse einer übertriebenen und nicht mehr zeitgemäßen ästhetischen Chirurgie an sich selbst beheben lassen! Unnatürlich aussehende Silikonbrüste, geliftete, überstraffte Puppen-Gesichter – all dies könnte auch aus Sicht der behandelnden Ärzte bald der Vergangenheit angehören: Aus einer Skalpell- und Plastik-lastigen kosmetischen Chirurgie entsteht gerade eine fachübergreifende Schönheits- und Verjüngungsmedizin, die „Neue Kosmetische Chirurgie“, in der Silikon, Plastik und Skalpell in den meisten Fällen verzichtbar sein werden!

Statt großzügiger Schnittführung mit dem Skalpell verwendet die „Neue Kosmetische Chirurgie“ minimal-invasive, schonende kosmetische Eingriffe unter reiner örtlicher Betäubung, statt Silikon körpereigene, mittels Mikrokanülen aus Fettgewebe gewonnene Stammzellen, womit z.B. dauerhafte, natürlich aussehende, Plastik-freie Brustvergrößerungen längst möglich sind, sowie bioidentische Hormone und Wachstumsfaktoren!

Hätte sich Clooneys Freundin für eine dezente und völlig natürlich aussehende Brustvergrößerung mit Stammzell-angereichertem Eigenfett entschlossen, wäre er sicher bei ihr geblieben. Wahrscheinlich hätte er sich gewundert, weshalb Ihre Brust größer und voller gewesen wäre, ohne anzunehmen, dass ärztliche Kunst dabei nachgeholfen hätte.

Ihr DDr. Heinrich

Botox bei ägyptischen Mumien?

Ägypten hat mich immer fasziniert. Kürzlich sah ich einen beeindruckenden Bericht von den Ausgrabungen im antiken Tanis durch. Dort wurden – was recht unbeachtet blieb – die unberührten Gräber der Pharaonen Psuennes und Chechonk gefunden.

Dabei hatte ich auch Gelegenheit, Fotos einiger Mumien aus dieser späteren Epoche des Neuen Reiches zu betrachten. Sie sahen aus wie zu ausgiebig mit Plastischer Chirurgie, Botox und Fillern behandelt: Faltenfrei, gerundet, aber eben leblos, fahl und alt. Zu jener Zeit ging man nämlich dazu über, die Gesichter der Leichen vor der Konservierung mit Natronpulver mit verschiedenen „Fillern“ zu behandeln, um volle faltenlose Wangen trotz Austrocknung zu erzielen.

Ich werde oft gefragt, weshalb ich kein Botox anbiete, obwohl es zweifelsfrei ein sicher wirkendes Therapeutikum gegen Falten ist. Wenn man ein Gesicht über längere Zeit mit Botox und Fillern behandelt, kommt es zu Veränderungen des Gewebes, die dem Gesicht auf schaurige Weise etwas Lebloses, Mumien-ähnliches geben. Botox lähmt nämlich nicht nur die Muskulatur, womit Falten verstreichen, sondern macht die Haut auch dünner, fahler und trockener, das heißt, älter aussehend. Vor allem, weil es die Drüsen der Unterhaut rückbildet (ein Effekt, den man sich in der Therapie von Schweiß-Händen oder -Achseln zunutze macht).

Gibt es eine Alternative in der Faltenbehandlung? Ja – die Neue Kosmetische Chirurgie hat in der Tat Besseres anzubieten: Growth Factors (Wachstumsfaktoren), das sind bestimmte Gewebshormone, die mittels einer speziellen Form der Mesotherapie in die Haut eingebracht werden, und natürlich die Therapie mit körpereigenen Stammzellen, gewonnen durch Fettabsaugung mit Mikrokanülen! Beide Therapien bewirken, daß sich die Gesichtshaut deutlich verjüngt, strafft und sich Falten reduzieren.

Kann man Botox in der Kosmetischen Chirurgie trotzdem sinnvoll einsetzen? Ja, etwa, wenn die Mimik nach einem Eingriff einige Monate reduziert werden soll, um ein perfektes Heilen im Gesichtsbereich zu fördern.

Viele Frauen wären wohl gern Prinzessin am Hofe Pharao Chechonks gewesen, aber die wenigsten würden gern zu Lebzeiten wie eine Mumie aussehen, wenn sie die Wahl haben. Daher bin ich optimistisch, daß sich die neuen natürlichen Methoden durchsetzen werden und der Mumienlook bald der Vergangenheit angehören wird.

Ihr DDr. Heinrich