Archiv für November 2009

Gelenksschäden durch Übergewicht und was man dagegen heute schon tun kann

Samstag, 28. November 2009

Aktuelle Untersuchungen legen nahe, daß Gelenke von Übergewichtigen nicht nur aufgrund der überschüssigen Kilos geschädigt werden. Der Verschleiß der Gelenksknorpel an Hüft- und Kniegelenken wird, so die Studien, auch durch vom Fettgewebe abgegebene Hormone begünstigt – Leptin und Resistin spielen dabei eine besondere Rolle.

Die Häufung von Gelenksschäden bei Übergewichtigen hat tatsächlich mehrere Ursachen. Neben der mechanischen Überlastung werden wahrscheinlich durch das vom Fettgewebe produzierte Hormon Leptin Entzündungsreaktionen in den Gelenken, die den Gelenksknorpel schädigen, getriggert.

Um Schäden an Gelenken vorzubeugen, könnte die entzündungsfördernde Wirkung von Leptin mit Medikamenten vermindert werden. Derartige Medikamente befinden sich momentan noch in Entwicklung. Ebenso wirkungsvoll ist aber eine Beseitigung der Ursache für die erhöhte Produktion von Leptin: Das Übergewicht.

Die Methoden der Neuen Kosmetischen Chirurgie geben Medizinern dazu bereits heute wirkungsvolle Mittel in die Hand: Zunächst eine schonende Fettabsaugung mit Mikrokanülen an den Problemzonen, um überschüssiges Fett zu entfernen. Anschließend bioidentische Hormone gegen die Ursachen des Übergewichtes, meist hormonelle Imbalance. Kombiniert mit einem individuellen Trainings- und Ernährungsprogramm kann so ärztlich unterstützt das Idealgewicht nachhaltig erreicht werden. Natürlich setzt all dies eine gewisse Selbstdisziplin des Patienten voraus – auch ein „Königsweg“ muß klarerweise vom König persönlich gegangen werden.

Ihr DDr. Heinrich

Ballon-Silikonbrüste

Mittwoch, 11. November 2009

Vor einiger Zeit konsultierte mich eine Patientin nicht wegen Brustvergrößerung oder Fettabsaugung sondern wegen hormoneller Regeneration und zeigte mir – eher zufällig – auch Ihre Brüste. Sie hatte vor 20 Jahren mit kleinen 100 ml-Implantaten begonnen und nach mehreren Implantatentfernungen steht sie mittlerweile bei gewaltigen 800-ml-Implantaten auf jeder Brustseite. Und sie ist kein Einzelfall!

Silikonimplantate leiern durch ihre Härte und ihr Gewicht jede Brust soweit aus, daß nach einigen Jahren entweder eine operative Straffung oder ein deutlich größeres Implantat nötig ist, damit nicht alles Falten zieht und hängt. Irgendwann ist man dann beim Ballon, der halt in dem Fall nicht schwebt sondern die Brüste noch stärker nach unten zieht. Hier muß in der Kosmetischen Chirurgie ein Umdenken einsetzen! Plastik-Chirurgen müssen ihre Patientinnen darüber aufklären, was sie in den Jahren nach der Implantation erwartet:

Eine Großbaustelle Brust mit mehreren Folge-Operationen. Da die Komplikationsrate bei Implantat-Operationen auch von versierten Plastik-Chirurgen mit 8 bis 10 % angegeben wird (daher wohl höher ist als zugegeben), kann man sich ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Komplikationen bei 5 Operationen sein wird: 1/10 × 5 = 50 %! Ich kann nur an Ihre Vernunft appellieren – vermeiden Sie wenn möglich Plastik-Chirurgie bei kosmetischen Problemen! Vermeiden Sie es, Ihre Brust zur Silikon-Problemzone zu machen!

Wenn Sie eine Brustvergrößerung wünschen greifen Sie bitte zu den sanften Methoden der Neuen Kosmetischen Chirurgie, zur Brustvergrößerung mit Stammzell-angereichertem Eigenfett. Natürlich ist dies etwas teurer als Silikon, aber bedenken Sie, daß Sie maximal eine zweite Einspritzung benötigen, wenn Ihre Brust von Haus aus zu straff und klein für eine ausreichende Vergrößerung mit einem Eingriff war. Auch ist die Komplikationsrate viel geringer. Bei Silikon hingegen sind Sie auf etwa 5 Tausch-Operationen sowie mindestens eine Straffungs-Operation in den nächsten 20 Jahren abonniert und Sie haben eine „gute“ Chance auf Komplikationen. Und, ehrlich, wer findet künstliche Ballonbrüste denn heute wirklich noch sexy – George Clooney lief bekanntlich seiner Freundin schon wegen 280 ml Silikon davon…

Ihr DDr. Heinrich